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Itzendorf - Das versunkene Dorf bei Norden-Norddeich

Norden Norddeich

Itzendorf - Das versunkene Dorf bei Norden-Norddeich

Die große Weihnachtsflut von 1717 markiert das Schicksalsdatum für Itzendorf, jener heute versunkene Küstenort nordöstlich des Nordseeheilbads Norden-Norddeich. Die kleine Ansiedlung mit Hafen – einst Stammsitz der stolzen ostfriesischen Häuptlingsfamilie Itzinga – gelangte als Zentrum der ostfriesischen Torfsalzgewinnung zu Bekanntheit – und gerade deshalb just zum Christfest 1717 in arge Bedrängnis.

Denn die Praxis der Gewinnung des dunkelgrauen „Friesensalzes“ aus Torflagerstätten mitten im Watt hatte dem kleinen Ort nicht nur wertvolle Einnahmen gebracht, sondern auch arg zugesetzt. Mächtig rächte sich die Natur in der Weihnachtsnacht, als die plötzlich über die Küste hereinbrechende Sturmflut angesichts des hier abgesenkten Deichvorlands leichtes Spiel hatte: an vier Stellen rund um Itzendorf brach sie sich unbändig einen Weg durch den schützenden Deich und verschlang den Ort mit Mann und Maus.

Alle Versuche, der kleinen Siedlung wieder Leben einzuhauchen, schlugen fehl – nach einer neuerlichen Flut am Neujahrstag 1721 wurde Itzendorf schließlich vollständig aufgegeben und der Deich nach Süden verlegt.

Seitdem erinnert die „Itzendorfer Plate“, eine Untiefe vor der Norddeicher Küste, an das Schicksal jenes unglückseligen Ortes. Alte Seebären indes behaupten, noch heute könne man in manch stürmischer Nacht die Glocken der versunkenen Kirche von Itzendorf hören…

Kontakt

Itzendorf - Das versunkene Dorf bei Norden-Norddeich

Dörper Weg 22
26506 Norden Norddeich
Deutschland

Tel.: 0 49 31 / 98 62 26
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